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Segeln
bedeutet dem Abenteuer entgegen fahren. Aktiv werden, zusammenarbeiten,
Vertrauen haben. Die Kunst den Motor nicht zu gebrauchen. Es bedeu-
tet, trockenfallen im Watt und geduldig auf Hochwasser warten. Das Leben
der Hafenstädtchen entdecken. Einfach eines der letzten großen
Abenteuer unserer Zeit erleben.
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Logbuch
eines zwölftägigen
Segeltörns in Holland!
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1.
Tag (Montag)
Morgens
Einschiffen in Hoorn. Skipper und Maat erklären das Schiff
und die wichtigsten Kniffe des Segelns.
Alle Kabinen werden bezogen, und schon geht es zum ersten
mal auf hohe See...
Abends Ankunft in Monnickendamm, Abendessen und Fußballspiel
auf einer Wiese nahe des Hafens.
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2.
Tag (Dienstag)
Um
10.00 Uhr beginnt der zweite Segeltag, und jede(r) kennt sich
an Bord schon ein bißchen besser aus. An diesem Tag
geht es weiter nach Amsterdam, wo unser Schiff direkt hinter
dem Bahnhof im Hafen festmacht. Ein ausgiebiger Stadtrundgang,
sowie ein Besuch des Rijksmuseums runden den Tag ab.
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3.
Tag (Mittwoch)
Wieder
heißt es Leinen los und Zwischenstop auf der kleinen
Insel Marken. Alle Häuser sind hier auf Pfählen
gebaut, weswegen der Titel "Venedig des Nordens"
recht treffend erscheint. Nachmittags geht es weiter zu einem
abgelegenen Liegeplatz hinter der Schleuse Richtung Almere.
Abends wird gegrillt, und eine Nachtwanderung im sich anschließenden
Waldgebiet lehrt viele das Fürchten...
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4.
Tag (Donnerstag)
Mittlerweile
muß das Setzen aller Segel auch schon ohne Maat klappen,
und alle sind schwer in Action...
Ein langer Segeltag bringt das Schiff und die Besatzung nach
Medemblik ins Ijsselmeer. Ein Zwischenstop an der BATAVIA
(Handelsschiff aus dem 17. Jh.) am Houtripdijk zwischen Ijsselmeer
und Markermeer darf dabei natürlich nicht fehlen.
Abends in Medemblik steht dann verdientermaßen ein Besuch
der Disco Black & White auf dem Programm.
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5.
Tag (Freitag)
Durch
die Schleuse bei Den Oever geht es endlich raus ins Wattenmeer.
Salzgeruch liegt in der Luft, und mancher Fischkutter und
große Frachter kreuzen den Weg. Zuvor wird eine Pause
vor der Schleuse eingelegt und vom Schiff aus erst einmal
ausgiebig im Ijsselmeer geschwommen.
Abends erreicht das Schiff den Hafen Oudeschild auf Texel.
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6.
Tag (Samstag)
Heute
bleibt der Kahn im Hafen. Mit gemieteten Fahrrädern geht
es quer über die schöne Nordseeinsel, wobei das
Naturschutzzentrum Ecomare nur eines der vielen Ziele ist.
Eine Wattwanderung am Nachmittag garniert den Tag.
Abends sitzen alle bei Gitarrenspiel und Gesang auf dem Deich
zusammen und schauen dem Sonnenuntergang über dem Wattenmeer
zu.
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7.
Tag (Sonntag)
Weiter
geht die Fahrt Richtung Osten. Vorbei an Seehundbänken,
wo sich die Heuler in 20 Meter Entfernung tummeln. Gegen Nachmittag
geht das Schiff vor der Sandbank Richel vor Anker. Mit der
einsetzenden Ebbe verschwindet alles Wasser, und schließlich
liegt das Schiff trocken auf dem Meeresgrund, und weit und
breit ist kein Wasser mehr zu sehen. Alle gehen von Bord und
laufen ums Schiff herum. In den zurückbleibenden Prielen
gibt es viel Leben des Wattenmeers zu entdecken, das gestern
noch im Museum zu sehen war.
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8.
Tag (Montag)
Mitten
in der Nacht wird mit der Flut weitergesegelt und pünktlich
zum Frühstück der Hafen der Nordseeinsel Terschelling
erreicht. Der Tag gehört dem wunderbaren Wetter und dem
Strand. Sonnenbaden pur.
Abends lacht aftersun; die Disco OK 18 in Hafennähe.
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9.
Tag (Dienstag)
Zurück
ins Ijsselmeer mit viel, viel Wind. Makkum heißt das
Ziel, und wo gestern noch die Sonne schien, peitschen heute
Wogen und Regen über Deck. Was für ein Spaß,
sich vorne am Klüver so richtig naßspritzen zu
lassen. In Makkum geht es ins Fun-Bad, abends bleibt Zeit
für eine gemütliche Runde.
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10.
Tag (Mittwoch)
Von
Makkum bei steifer Brise ein Stück die Küste entlang.
Dann mal wieder eine Schleuse und ab in die friesischen Kanäle.
Hier erlebt man Holland wie aus dem Bilderbuch. Abendlicher
Ankerplatz ist die sagenumwobene Kanincheninsel (unbewohnt)
in den Flüssen. Hier lockt ein romantisches Lagerfeuer
und Stockbrot. Sentimentale Songs lassen den nahen Abschied
erahnen.
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11.
Tag (Donnerstag)
Bei
Windstärke 5 noch einmal Segelspaß pur - über
Stavoren quer über das Ijsselmeer bis nach Enkhuizen,
- in Insider-Kreisen auch als "Last-Night-City"
bekannt.
Hier treffen Unmengen Jugendgruppen aufeinander und feiern
regelrecht ihren Abschied und den letzten Tag an Bord,
na dann, let´s party...
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12.
Tag (Freitag)
Bis
Mittag Segeln Richtung Hoorn.
Mit wehmütiger Stimmung wird alles gepackt und saubergemacht.
Allen wird klar, daß sie nun Schiff und Mannschaft verlassen,
die in den letzten 12 Tagen so lieb gewonnen wurden.
Wieder in Hoorn geht alles ganz schnell, denn der Bus wartet
schon.
Noch ein paar Fotos und Verabschiedungen und abends sind alle
wieder zu Hause; aber eigentlich nur physisch.
In Gedanken bleibt die große Freiheit des Wassers, und
man denkt manchmal noch zwei Tage lang, daß das eigene
Bett schaukeln würde ....
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